Miriam Streisand lebt und arbeitet in Mecklenburg/Vorpommern. Sie präsentiert ihre Arbeiten
    in Einzel-und Gruppenausstellungen. Seit 2015 ist sie Mitglied der Gedok M/V.

    Geboren in Meißen, in der Jugend geprägt vom sozialistischen Realismus und zahlreichen Besuchen
    der "Gemäldegalerie Alte Meister" Dresden, entdeckt Miriam Streisand ihre Leidenschaft für Kunst
    im Dresden der 80er Jahre.
    Fasziniert vom Leben der dort ansässigen Kunstszene, dem Schaffen der Künstler der "Villa Marie",
    widmet sie sich Schauspiel und Gesang. Eine Kunstschule zu besuchen, wird ihr jedoch
    von Seitens des DDR- Regimes verwehrt.
    Dennoch entscheidet sich Miriam Streisand eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Der Umzug
    nach Berlin-Ost, Mitte der 80er Jahre, bekräftigt diese Entscheidung und führt die Künstlerin
über Schauspiel, Gesang und Percussion schließlich zur Malerei.
In der folgenden Zeit trifft sie auf verschiedene Künstler, lernt bei diesen und entwickelt ihre eigene künstlerische Wahrnehmung.
Es entstehen erste Zeichnungen mit Feder, gefolgt von Zeichenkohle und Pastellkreide.

1989 zieht Miriam Streisand nach Mecklenburg/Vorpommern. Ende der 90er veröffentlicht sie erstmals ihre Werke in einer Galerie.
Die folgende Jahre, geprägt von experimenteller Malerei, wecken ihr Interesse für unterschiedlichste Materialien. In diesem Prozess
erschafft sie unzählige Werke, scheitert jedoch an der Unzufriedenheit ihren Stil zu finden.
2008 entledigt sie sich ihrer Werke und beginnt erneut.
Ein erster Aufenthalt, in ihrer Herkunftsfamilie väterlicherseits in Kenia 2010, schafft neue Relationen zu ihrem Kunstansatz
und legt einen Stil frei, den sie seit ihrer Rückkehr konsequent und unverkennbar auf der Leinwand umsetzt.
Inspiriert von Künstlern wie Picasso, Kahlo, Shinsui, Marc u.a. erschafft Miriam Streisand, in reduzierte Bildsprache,
den Stil der archaischen Moderne.

Ihre oft mystisch wirkenden Bilder entstehen im malerischen Prozess und entwickeln in abstrakt gespachtelten Motiven ihr Eigenleben.
Auffallend sind die figurativen Kompositionen und die Restriktion der Farben, mit denen die Künstlerin ihre Botschaft in Szene setzt.
Die ambivalente Beziehung zwischen Schönheit und Endlichkeit wird ebenso deutlich, wie der Anspruch auf minimalistische Ästhetik.
Durch den ständigen Bezug auf das Wesentliche verdichtet sie ihre Information und ermöglicht dem Betrachter
das Eindringen in eine tiefere Realität.